Der Entwurf versteht die Erweiterung als natürliche Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes. Die architektonischen Prinzipien des ursprünglichen Terminalgebäudes, werden bewahrt und an die heutigen Anforderungen angepasst und weitergeführt.
Statt einer Erweiterung durch bloße Wiederholung oder Symmetrie entwickelt der Beitrag ein differenziertes Wachstum an beiden Extremen des Terminals. Jeder neue Baukörper folgt den spezifischen Bedingungen seines Programms.
Das Ensemble ist als Aneinanderreihung langgestreckter Volumen organisiert, die in die zentrale Kuppel münden. Diese bleibt räumlicher Bezugspunkt und ordnendes Element der gesamten Intervention.
Die architektonische Strategie nutzt Licht, Maßstab und Form als Werkzeuge, um jedem Bereich eine eigene Identität zu verleihen.
Im Osten ergänzen neue Ankunfts- und Gepäckausgabebereiche das Terminal. Die Wartebereiche der Abflughalle werden im Obergeschoss in Form einer Brücke über der Gepäckausgabe erweitert.
Am westlichen Ende wird die neue Check-in-Halle als großer, offener und heller Raum konzipiert. Ein Sheddach filtert die direkte Sonneneinstrahlung und sorgt für eine kontrollierte natürliche Belichtung.
Der Lichteinfall führt eine der wesentlichen Qualitäten des ursprünglichen Gebäudes fort und stärkt die Weite und Klarheit der Räume.
Jeder Bereich bringt seine Funktion und seinen Charakter zum Ausdruck und intensiviert die Beziehung zwischen Reisenden, Gebäude und Territorium.
Durch eine Architektur der Kontinuität, des Lichts, der gezielten Ausblicke in die Innenräume und in die Landschaft sowie der konstruktiven Präzision kann sich die Infrastruktur weiterentwickeln, ohne ihre gewachsene Identität zu verlieren.
Der Entwurf komplettiert die räumliche Qualität des bestehenden Terminals und erzeugt eine moderne Flughafenerfahrung, die mit dem besonderen Charakter Teneriffas verbunden bleibt.
PROJEKTDATEN: 2024. Ort: San Cristóbal de La Laguna. Verfasser: Corona, Amaral y Asociados S.L.P.; Ayesa Ingeniería y Arquitectura S.A.













